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Jets

  

Enveloppen, eine mehr oder weniger starke, scheinbare Begrenzungslinie der Koma, ist eine der auffälligsten Strukturen. Diese schalenartige Strukturen in der Koma biegen sich um den Kopf des Kometen herum und laufen in antisolarer Richtung aus. Sie werden durch eine höhere Aufenthaltswahrscheinlichkeit gegenüber dem Hintergrund der restlichen Koma sichtbar. Häufig gehen sie in Schweifstrahlen über.

Jets sind die Ursache von solchen Enveloppen. Sie sind die Folge von Eruptionen von Gas und Staub auf der Oberfläche des Kometenkerns. Jets sind Gas- bzw. Staubfontänen aus den eher äquatornahen Aktivitätszentren langsam rotierender Kerne (ca. 12–24h). Die Emissionsrate der Aktivitätszentren hängt von der Sonneneinstrahlung ab. Sie schalten sich bei der sonnen-zugewandten Seite ein und beim Eintritt in den Kometenschatten wieder aus. Sie verbiegen sich nach aussen hin in die antisolare Richtung und bewegen sich gekoppelt mit der Kernrotation. Die Materie wird somit durch eine Art Rasensprengereffekt asymmetrisch in die Koma verteilt. Durch die Beobachtung der Ortsveränderung können direkte Rückschlüsse auf die Rotationsdauer gemacht werden. Doch die Bestimmung der Rotationsachsen und die Position der Aktivitätszentren im Längen- und Breitennetz des Kometen ist komplex und sehr schwierig.

Die Strukturen werden bei schnellerer Rotation des Kerns verschmiert und es entstehen trichterartige Fächerstrukturen, sogenannte Fans. Sowohl die relative Lage des Beobachters zum Kegel, als auch die Lage des Aktivitätszentrums zum Rotationspol verändert das Aussehen dieser Strukturen. Aus den Fans kann man keine Rückschlüsse auf die Rotationsdauer des Kern gewinnen, doch sie liefern einen Hinweis auf die Lage der Rotationsachse. Modellrechnungen haben gezeigt, dass die an die Himmelssphäre projizierte Rotationsachse etwa die Fansachse darstellt.

Somit ist die Beobachtung von Strukturen wie Enveloppen, Jets und Fans ein wichtiger Aspekt, weil man direkt auf die Verteilung von Aktivitätszentren auf der Kernoberfläche und auf die Rotationsperiode des Kerns schliessen kann.

Zudem kann ein Komet mehr als eine Rotationsachse aufweisen und dadurch eine komplizierte Bewegung ausführen (Kreisel).

 

 

 

 

 

 

 

 
   

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