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Der
Staubschweif reflektiert im wesentlichen das Licht der Sonne. Er ist
verglichen mit dem Plasmaschweif viel gröber strukturiert, breit und
diffus. Er weist im Allgemeinen nur langsame Veränderungen auf und
erscheint visuell meist als strukturarme, in Sonnennähe erkennbar gekrümmte
Aufhellung.
Der
Staubschweif entsteht, weil der Strahlungsdruck des Sonnenlichtes die
Staubteilchen der Koma sozusagen wegbläst. Die Strahlungskraft richtet sich
demnach von der Sonne fort auf die Staubteilchen. Entgegengesetzt wirkt die
Gravitationskraft der Sonne auf den im Aussenbereich der Koma befindlichen
Staub, welche viel stärker als die Massenanziehungskraft des Kometen ist.
Dieses gemeinsame Gravitationsfeld von Sonne und Kometenkern verursacht die
Reduktion der wirkenden Kraft auf die Staubteilchen. Je kleiner die Teilchen
sind, desto stärker ist die resultierende Kraft, da die Gravitationskraft
kleiner ist als bei grossen Teilchen.
Die
resultierende Kraft hat dann die Abweichungen der Staubteilchen von der
Keplerbewegung zur Folge. Die Umlaufbahnen der Staubkrümel trennen sich von
der des Kometen, wobei der feine Staub am stärksten von der Bahn des
Kometen abweicht. In einigen Fällen wird der Staubschweif bis zu 90°
aufgefächert.
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